Recap: OMD 2008

Wenn schon eine Messe zum Thema Onlinemarketing sozusagen vor der Haustür stattfindet, ist das mal ein guter Grund, sich für einen Tag aus dem Büro zu verabschieden und sich anzusehen, was gerade so in der Branche geschieht. Ohne besondere Planung – vom Hotel und der Anmeldung zum OMclub am Mittwochabend mal absehen – habe ich mich vorgestern auf den Weg nach Düsseldorf gemacht. Wie man sich das bei einer Messe so vorstellt gab es messeübliches Gewusel, messeübliche Kuli verteilende Mädels und feinstes mitgebrachtes Kommuikationsequipment, das an allen Ecken rege verwendet wurde. Ohne einen Termin oder ein festes Ziel hatte ich mich an den Ständen flott sattgesehen und daraufhin lieber den diversen Vorträgen gelauscht.

Zum Thema “Mobile Marketing” gab es dann auch einige interessante Beiträge, besonders informativ fand ich die Keynote “Das Medium Mobile – der Rising Star im Media-Mix” von Mark Wächter von der Fachgruppe Mobile im BVDW.  Die Kernaussage war, dass  mittlerweile ungefähr 3,3 Milliarden SIM-Karten weltweit genutzt werden, und wenn alle zugehörigen Handybenutzer ihre Geräte in dem Umfang zum Surfen im Internet nutzten, wie das beim iPhone der Fall ist (ca. 80%), böte sich den Werbetreibenden ein weiteres enormes Marketingpotential. Schade nur, dass Herr Wächter alle Klischees von Marketing-Sprache bediente und er den Saal mit Sätzen wie “die page muss so gecodet sein, dass der content an die user delivered werden kann, um so den brand zu pushen” erschütterte.

Abends stand wie erwähnt die OMclub-Party auf dem Programm. Mit meinem alten Buddy Carlo Blatz von den Powerflashern, kühlem Früh-Kölsch (mitten in Düsseldorf!) und einem DJ, der halsbrecherisch Rage against the machine mit Das Bo vermischte wurde es ein echt vergnüglicher Abend. Da störte es auch nicht weiter, dass ein sehr motivierter Münchener SEO auf einer improvisierten Bühne eine nicht sonderlich beachtete Messehostessen-Wahl abhielt und eine Düsseldorfer Rotlichtgröße die versammelte Mannschaft auf ein Freigetränk in sein Etablissement einlud.

Ausdrücklich erwähnen möchte ich noch das kleine Hotel, in dem ich die Messe samt Party ausgeschlafen habe: Das Hotel am Wehrhahn ist ein schnuckeliges kleines und gepflegtes Hotel mit Familienanschluss sozusagen. Der Chef ist ein unkomplizierter und witziger Typ, im nächsten Jahr werde ich nicht lange nach einer Unterkunft suchen müssen.

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