Online-Mode

So schön das auch ist, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit von seinem PC in einem virtuellen Kaufhaus tummeln zu können: In vielen Bereichen ersetzt die Präsentation von Produkten in Onlineshops einfach nicht “the real thing”. Ganz besonders deutlich wird dies im Bereich Mode. Ein Kleidungsstück lässt sich nicht einfach online anprobieren, und von allen Seiten kann man sich in seiner neuen Jeans auch nicht bestaunen.

Das Problem ist spätestens seit dem Zeitpunkt bekannt, an dem Firmen wie Quelle, Otto und Neckermann damit begannen, die Hausfrauen dieser Nation mit ziegelsteinschweren Katalogen zu versorgen und diese dann ungleich schwerere Pakete bestellten, weil einfach sicherheitshalber alle Größen der Kleidungsstücke geordert wurden. Das Entscheidungskriterium für den Kauf waren hauptsächlich die über Tausende von Seiten verteilten Hochglanzfotos der betreffenden Produkte.

Im Internet ist der Verkauf von Kleidung einer der erfolgreichsten Marktbereiche weltweit. Aber auch hier gibt es das gleiche Dilemma: Man schaut sich ein paar – im Idealfall hochauflösende – Fotos an und entscheidet sich dann für den Kauf. Interessanterweise versuchen einige Anbieter nun, dieses starre Konzept aufzubrechen und weitere Medien hinzuzufügen. So entscheiden sich neuerdings Shopbetreiber dazu, professionelle Produktvideos in ihre Shops zu integrieren um die Produkte plastischer präsentieren zu können. So hatte ich vor einiger Zeit über eine sehr attraktive Art geschrieben, [intlink id="142" type="post" target="_self"]Dessous zu präsentieren[/intlink]. Die Kollegen vom Shopbetreiber-Blog vermitteln in diesem Zusammenhang weitere Inspirationen für attraktives Online-Shopping: So präsentiert der Shop von MARTIN + OSA kleinere Produktvideos, in denen die Models wie auf einem Catwalk die Outfits präsentieren und so einen guten Gesamteindruck davon vermitteln. Eine andere Methode ist die von der Firma Pixta entwickelte Produktsuche. Hier findet das Programm anhand eines ausgewählten Produktbildes Bilder ähnlicher Produkte, die man dann wiederum anklicken kann um weitere passende Produkte zu finden.

Die Tatsache, dass mit digital vertriebener Mode scheinbar gute Geschäfte zu machen sind, ist auch der Grund dafür, dass in diesem Bereich viele Relaunches und gänzliche neue Angebote zu finden sind. Die Firma Varien beispielsweise präsentiert als Showcase ihrer neuen Shop-Software nach Stella Lena N.Y. (mein [intlink id="211" type="post" target="_self"]Kommentar[/intlink] dazu) und Hotness Factory nun mit Trendy Empire den dritten Mode-Shop auf Magento-Basis. Auch xt:Commerce ist hier zu nennen, schließlich basiert der neue Shop der Pro7-Show Germany’s Next Topmodel auf dieser Software.

Nicht immer sind die virtuellen Modeläden auch anwenderfreundlich. Bei Exciting Commerce liest man beispielsweise, wie Nobelmarken ihre Kunden eher abschrecken als ihnen zu einem unkomplizierten Einkaufserlebnis zu verhelfen.

Update: Eben habe ich noch eine weitere interessante Art gefunden, die eigene Mode zu präsentieren. Bei der Website von drykorn.com handelt es sich genau genommen nicht um einen Shop, auch ist diese Komplett-Flash-Site nicht gerade ein gefundenes Fressen für Suchmaschinen, aber schick ist’s allemal.

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