Magento-Test #1: Installation und Einrichtung

Nachdem ich wieder mit DSL-Geschwindigkeit unterwegs bin, konnte ich die Installationsdatei locker herunterladen und mich an die ersten zaghaften Tests machen. Wie bereits erwähnt ist die Zip-Datei knapp 60MB groß, was vor allem daran liegt, dass sämtliche SVN-Dateien noch enthalten und die Demoartikel reichhaltig bebildert sind (ein Feature von Magento sind vergrößerbare, hoch aufgelöste Detailbilder in der Produktansicht, welche natürlich viel Platz beanspruchen).

Vor der Installation haben mich die entsprechenden Forenbeiträge auf der ebenfalls brandneuen Community-Site ein wenig skeptisch gemacht, viele User berichten von Fehlermeldungen während der Installation, die Letztere unmöglich machen (Marke “I am getting a lot of SQL errors“). Diese hatten vor allem damit zu tun, dass Viele ihr Magento zu Testzwecken auf einem Windows-System unter WAMP einrichten wollten, obwohl laut Aussage der Entwickler das Magento-System überwiegend auf Unix-basierten Betriebssystemen wie Linux getestet worden sei. Aber auch, wenn man wie in meinem Fall ein solches System betreibt (Debian Etch 2.6.21-2-686) sind die Anforderungen doch recht speziell. Für PHP gilt beispielsweise:

PHP 5.2.0 or newer, with the following extensions/addons:

  • PDO/MySQL
  • MySQLi
  • mcrypt
  • mhash
  • simplexml
  • DOM

Inwieweit die Standard-Hostingpakete der großen Provider diesen Anforderungen gerecht werden, wird sich wohl noch zeigen; erste Diskussionsansätze finden sich schon (suche webspace für magento). Da ich den Test jedoch zunächst auf meinem lokalen Rechner machen wollte, habe ich diese Fragestellungen zunächst einmal außer acht gelassen und losinstalliert: Zip-Datei entpackt und in /var/www/ geschoben, eine DB angelegt, den .htaccess-Zugriff angepasst, und siehe da, schon präsentiert sich der aufgeräumt und intuitiv gestaltete Installationsmanager.

Magento-Installation-1-thumbIm ersten Schritt gibt man die Datenbankverbindung sowie die Pfade für http bzw. https ein. An dieser Stelle erscheinen auch Fehlemeldungen, falls Schreibzugriffe für bestimmte Verzeichnisse nicht gesetzt wurden – das ist ein Standard-Procedere, das es auch bei anderen OpenSource-Anwendungen auf php/MySQL-Basis gibt. Ein wenig nervig ist nur die Tatsache, dass man diese Fehlermeldungen nach dem Klick auf “continue” häppchenweise serviert bekommt, anstatt eine Liste zu sehen, die man auf einen Schwung abarbeiten kann. Hat man schließlich die Verzeichnisse via CHMOD angepasst (und das sind nicht wenige), wird man zum nächsten Schritt weitergeleitet.

Magento-Installation-2-thumb Im zweiten Schritt reichen wenige Angaben wie Benutzername, Passwort und Email-Adresse aus, um den Admin-Account einzurichten. Außerdem wird ein encryption-key erstellt, mit dem später beispielsweise Kreditkartendaten verschlüsselt werden können.

Im dritten und letzten Schritt wird dieser Schlüssel angezeigt, außerdem erscheinen zwei Links für die Hauptseite und die Admin-Oberfläche – das war’s!

Magento-Installation-3-thumb

Skepsis hin oder her, die Installation hat also schon einmal sehr gut funktioniert. Ohne sich durch ellenlange Listen von Angaben arbeiten zu müssen, wie das bei xt:Commerce beispielsweise der Fall ist, kann man mit ein paar grundlegenden Informationen Magento auf seinem System einrichten. Lediglich das Setzen der Verzeichnisrechte ist ein wenig umständlich, hier wird aber sicherlich noch nachgearbeitet werden.

Nun denn, das System läuft, wollen wir doch mal sehen, was sich bei dem neuen eCommerce-Boliden unter der Haube befindet …

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