Vielleicht muss man in seinem Feedreader ja nur oft genug einen neuen Beitrag aufgrund einer für einen selbst uninteressanten Überschrift wegklicken, um sich letztlich irgendwann doch mal mit dem jeweiligen Thema zu beschäftigen. Bei mir war dies in den letzten paar Wochen Facebook. Glücklich ver-Xing-t hielt ich eine weitere virtuelle Klüngelplattform für mich selbst für einfach nicht nötig. Bei genauerem Hinsehen habe ich nun festgestellt, dass doch etwas “dran” ist. Mal abgesehen davon, dass ich nach Anlegen meines Kontos direkt schon verschollen geglaubte Uni-Kollegen wiedergefunden habe, ist die Plattform durchaus vor einem geschäftlichen Hintergrund interessant.
Vor einigen Monaten hat Facebook seine F8-API vorgestellt, mit deren Hilfe Entwickler nun ihre eigenen Applikationen in Facebook integrieren und dort quasi huckepack betreiben können. So gibt es neben Spaßapplikationen wie virtuellen Aquarien und digitalen, selbst wachsenden Blumengeschenken auch zahlreiche Beispiele, wie aktiv Produktmarketing betrieben werden kann. Über Modedienste wie Stylefeeder beispielsweise kann man direkt aus Facebook heraus zusammen mit seinen Freunden Onlinekäufe erledigen, über iLike verkündet man seinen Musikgeschmack etc.
Vorhin habe ich mich als Entwickler angemeldet und werde mir nun die Beispiel-Applikationen und Dokumentationen zu Gemüte führen. Vielleicht wird’s ja noch spannender – dazu aber bald sicherlich mehr.
