eCommerce für Jedermann? (Teil II)

[intlink id="749" type="post"](Fortsetzung von eCommerce für Jedermann? (Teil I)[/intlink]

Der neue Onlineshop sorgt jedoch nur anfänglich für pure Begeisterung. Herr Beißel stellt fest, dass der Shop einige Funktionsänderungen erfahren müsste, damit seine Produkte darüber besser verkauft werden können. Dazu gehört beispielsweise eine Änderung der Versandkostenberechnung, die, wie sie zurzeit gestaltet ist, Herrn Beißel mehr Kosten verursacht als geplant. Er bittet Achim, diese Funktionen zu erneuern. Am Telefon spricht dieser von “Quellcode” und “Erweiterungen” und sagt Herrn Beißel zu, diese Funktionsänderung – für gewohnt kleines Geld – in den Shop zu integrieren. Achim macht sich nun daran, in den Untiefen des WWW nach einer passenden Lösung zu recherchieren. Dies erledigt er nebenher, weil just in diesen Tagen ein weiterer Kunden Probleme mit seinen Rechnern hat und er damit bereits mehr als ausgelastet ist.

Nach vier Wochen hat Achim dann eine Lösung gefunden und baut sie auch gleich in den Shop ein. Dieses Einbauen besteht vor allem darin, Codeschnipsel zu ergänzen, zu verschieben oder durch andere zu ersetzen. Doch anstatt der erweiterten Funktionalität hagelt es im Web-Browser Fehlermeldungen, die er so noch nie gesehen hat. Dummerweise hat er die Änderungen im Live-System vorgenommen (für ein Testsystem war einfach keine Zeit) und ist sich auch nicht mehr sicher, was er genau wo angestellt hat. Last but not least bleibt ihm nur, die Original-Dateien noch einmal auf den Server zu laden und Herrn Beißel kleinlaut zu gestehen, dass die neuen Funktionen leider noch auf sich warten lassen müssten. Er sei aber ‘dran’ und würde sich diesbezüglich bald wieder melden.

Unterdessen denkt Herr Beißel über ein ganz anderes Problem nach: Zwar ist sein Shop nun online und sämtliche Testbestellungen haben problemlos funktioniert, ein Ansturm auf sein digitales Warenangebot ist jedoch bisher ausgeblieben. Wo bleiben seine Besucher? Er hat doch nicht seine Wochenenden dafür geopfert, seine Produktdaten akribisch in den Shop einzupflegen, nur um online zwei Oboenrohre zu verkaufen (und dies an Herrn Derichs, den wunderlichen Wagner-Fan von nebenan, der in seinem Geschäft zufällig die Webadresse des Onlineshops aufgeschnappt hatte).

(Fortsetzung folgt)

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